Leipzig 2030: Diskussion zum integrierten Stadtentwicklungskonzeptes INSEK

„Welche Herausforderungen kommen in den nächsten 15 Jahren auf uns zu? Wie verändern sich zukünftig Infrastruktur, Bildung, Mobilität, Kultur und Partizipation? Wie gehen wir damit als Stadtgesellschaft um? Wie können wir gemeinsam erreichen, dass nicht nur die Einwohnerzahl, sondern auch die Lebensqualität steigt?“

Der Festsaal ist gut besucht. Viele interessierte Bürger haben sich eingefunden. Fast die Hälfte zu erstem Mal. Später werden die elf Bereiche der Stadtentwicklung kurz vorgestellt.

Seit November 2015 gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich in den Diskussionsprozess rund um das Integrierte Stadtentwicklungskonzept einzubringen.“ steht auf der Webseite der Stadt Leipzig.

Am 24. August waren Petra Elias und Rainer Müller, als Vertreter des SER Leipzig, neben vielen anderen interessierten Bürgern und Interessenverbänden Leipzigs im neuen Rathaus zum zweiten mal mit dabei. Haben sich informiert und mit diskutiert. Mit großem Stauen haben sie zur Kenntnis nehmen müssen, dass es zwar eine Turnhallenübersicht für Leipzig gibt, diese jedoch den Vereinen zugesprochen werden. Eine Übersicht über die Schulen und welche Turnhalle sie nutzen können, gibt es nicht. Gleiches gilt auch über die Schwimmhallenverteilung in der Stadt. Der Hinweis, dass es im Norden noch eine Schwimmhalle für die Grundschulen braucht, war wieder vom Entwurf genommen. „Dies sei nicht Bestandteil des INSEK“, mussten sie hören. Jetzt fragen sich die Elternvertreter, ob die politischen Versprechen der Teilhabe und der Förderung von frühkindlicher und schulischer Bildung sowie die sportliche Beteiligung zum Beispiel in der Gesundheitsvorsorge nur Lippenbekenntnisse des Leipziger Stadtrates und des OBM sind. Oder sind es wieder „unkoordinierte Alleingänge“ der Verwaltung?

Der OBM Burkhard Jung ist auf Nachfrage jedenfalls der Meinung das die Probleme (zum Beispiel durch fehlende Laptops für interaktive Tafeln) einzelner Schulen unwichtig sind. Andererseits finden sich Bauprojekte für Schulerweiterungsbauten, die bereits beschlossen sind, nicht im INSEK wieder. Hier muss die Verwaltung auf jeden Fall nachlegen und vor allem die Kommunikation zwischen den Ämtern und zu den betroffenen (Eltern und Einwohner) nachhaltig verbessern. Auch unsere aller Mitarbeit ist hier wieder einmal mehr als notwendig.

Weitere Baustellen auf dem Weg zum „INSEK – Leipzig 2030“ … Radwege die im Nirgendwo enden; ÖPNV im Rahmen der Schülerbeförderung die für viele Schulen nur zwei Mal täglich stattfindet oder an Gebietsgrenzen endet; mehr darüber nachgedacht wird den Individualverkehr zu steuern als ihn durch häufigere Taktung und kürzere Umstiegszeiten bis in die späten Abendstunden überflüssig zu machen, es werden Finanzierungsprobleme hin- und her diskutiert, nicht aber gesunde ökologische Zukunftsvarianten ernsthaft einbezogen.

Sehen Sie auch Handlungsbedarf? Dann beteiligen Sie sich Bitte an den Planungen zum INSEK – Leipzig 2030. Melden Sie sich bei den Verantwortlichen oder bei uns.

Alles über das INSEK 2030 (integriertes Stadtentwicklungskonzept – Leipzig 2030)

Ihr Vorstand des
SER Leipzig