Schulbaurundfahrt
Wie jedes Jahr am ersten Sommerferientag fand auch dieses Jahr die Schulbaurundfahrt vom Amt für Schule statt. Der KER Leipzig war mit zwei Mitgliedern dabei und gibt hier einen kleinen Einblick, was es dabei so alles zu sehen gab.
Schule Friesenstraße


Im Planungsraum West soll ein neues Gymnasium entstehen. Da Leipzig nicht über genügend freie Flächen verfügt, um für dieses Gymnasium ein neues Gebäude zu errichten, soll das bisher als Klinik und Beratungsstelle genutzte Gebäude in der Friesenstraße zur Schule umgerüstet werden. Dieses wurde ursprünglich als Schule konzipiert, aber seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr als solche genutzt. Da das komplette Grundstück unter Denkmalschutz steht, sind die veranschlagten Kosten für die Sanierung mit 34 Mio. € entsprechend hoch. Leider bedingt dies auch, dass das Ergebnis eine althergebrachte Flurschule wird, welche moderne Unterrichtskonzepte nicht gerade fördert.
Der Einzug des 3-zügigen Gymnasiums soll zum Schuljahr 2031/32 erfolgen. Ob das was wird, muss sich noch zeigen, das Geld ist schließlich knapp und einen Baubeschluss gibt es auch noch nicht.
Schule Gundorf


Die 1-zügige Grundschule Gundorf ist seit einem Jahr in ein Containerinterim auf der anderen Straßenseite ausgelagert. Seitdem wird das alte Schulgebäude saniert und erhält zudem einen Erweiterungsbau. Wenn die Bauarbeiten Ende 2027 abgeschlossen sein werden, kann die Schule Gundorf alle zwei Jahre eine Klasse mehr aufnehmen. Zudem kann die Speisenversorgung endlich am Schulstandort erfolgen und die SchülerInnen müssen für den Toilettengang nicht mehr das Gebäude verlassen.
Aktuell laufen allerdings noch die Rohbauarbeiten. Die Maßnahme ist mit einem Kostenrahmen von knapp 13 Mio. € veranschlagt.
Eine eigene Turnhalle wird es aber auch zukünftig nicht geben. Perspektivisch soll die Schule Gundorf die im Bau befindliche Sporthalle Böhlitz-Ehrenberg mit nutzen können.
Schule Miltitz


Für ca. 14 Mio. € wird der Schulstandort der Grundschule Miltitz modernisiert und ausgebaut, sodass zukünftig jedes Jahr zwei 1. Klassen eingerichtet werden können, ohne, dass eine Überbelegung eintritt. Zudem soll die Erweiterung endlich wieder alle Fachunterrichtsräume zur Verfügung stellen. Ebenso werden dann die Speisenversorgung und der Hort am Standort möglich.
Für den Sportunterricht müssen die SchülerInnen auch nach Abschluss der Arbeiten das Schulzentrum Grünau ansteuern.
Die Bauarbeiten sollen Ende 2028 abgeschlossen werden.
100. Schule


Die 100. Schule – Grundschule in Grünau/Lausen soll endlich saniert werden. Zumindest gibt es dazu jetzt einen Planungsbeschluss, sodass zumindest die Planungen dazu erfolgen können. Die Sanierung selbst, soll dann 2030 beginnen und Mitte 2032 abgeschlossen werden. Für diesen Zeitraum soll die Schule in die jetzige Friedrich-Fröbel-Schule in der Mannheimer Straße ausgelagert werden. Für die Bewältigung des Schulwegs werden Kosten für die Beförderung mit dem ÖPNV und Bereitstellung von Aufsichtspersonal mit eingeplant. So steht es zumindest im Planungsbeschluss III-DS-00101-NF-01. Kosten soll das Ganze ca. 26 Mio. €.
Die Auslagerung konnte die 100. dieses Jahr bereits üben. Durch eine Havarie im Abwassernetz der Stadtwerke wurde der Keller mit Fäkalien geflutet und musste kurzfristig saniert werden. In einer Hau-Ruck-Aktion wurde die Schule kurz vor den Osterferien ausgelagert, sodass der Keller in eben solch einer Hau-Ruck-Aktion über die Ferien wieder nutzbar gemacht werden konnte.
Ebenfalls soll die, durch einen Brandschaden nicht nutzbare Sporthalle abgerissen und durch eine Dreifeldhalle ersetzt werden (VII-DS-10129). Das hatte der Stadtrat schon vor 2 Jahren beschlossen. Mit den Arbeiten sollte allerdings auch schon im November 2025 begonnen werden.
Ehem. Petrischule / Außenstelle Immanuel-Kant-Schule


Die Petrischule zieht beginnt das Schuljahr 26/27 an ihrem neuen Standort in der Glockenstraße. Das damit freiwerdende Gebäude in der Paul-Gruner-Straße soll kurzfristig bisher fehlende Gymnasialplätze im Planungsraum Mitte/Süd bereitstellen, sodass weniger Kinder aus diesem Stadtbezirk weite Schulwege in Kauf nehmen müssen.
Das Gebäude aus dem Jahr 1873 wird seit einigen Jahren statisch überwacht, da es aufgrund von Fundamentsetzungen zu Mauerrissen kommt. Um den Einzug der neuen SchülerInnen vorzubereiten, werden/wurden über die Sommerferien noch verschiedenste Renovierungsarbeiten durchgeführt.
Fritz-Baumgarten-Schule


Die Fritz-Baumgarten-Schule (Grundschule) nutzt aktuell den bereits bestehenden Erweiterungsbau sowie ein Auslagerungsgebäude auf dem gleichen Grundstück. Die Kinder müssen, während der Komplexsanierung des Bestandsgebäudes keine weiten Schulwege zurücklegen. Dafür bekommen sie den Baufortschritt direkt mit. Allerdings sollen die gröbsten Arbeiten in den Sommerferien abgeschlossen werden.
Die Arbeiten werden voraussichtlich zu den Winterferien 2028 beendet. Danach kann die Schule 5 statt 3 Züge aufnehmen. Die Kosten für diese Maßnahme wurden mit knapp 28 Mio. € geplant. Die zugehörige Turnhalle wurde ihm Rahmen dieser Maßnahme nicht berücksichtigt.
Schule Zweenfurther Straße


Das alte Gebäude der Adolf-Diesterweg-Schule aus dem Jahre 1870 soll saniert werden und einen Erweiterungsbau erhalten, sodass ab dem Schuljahr 2030/31 132 Kinder, mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, dort die Schule besuchen können. Dann steht ihnen sowohl eine kleine Turnhalle als auch ein großzügiges Außengelände zur Verfügung. Die Maßnahme ist mit knapp 29 Mio. € veranschlagt.
Ein Bericht der Stadt mit einem Video zur Schulbautour ist außerdem noch hier zu finden: Bilanz nach Ferien – Leipziger Schulen trotz Hürden bereit für das Schuljahr 2026/2027 – Stadt Leipzig
